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Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

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Logo: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Jungen auf der Flucht

Gendergerechte Gesundheitsförderung für unbegleitete minderjährige männliche Geflüchtete

Schlagwort(e): Geflüchtete, Gesundheitsförderung, Jungen, Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Neun von zehn Flüchtlingen, die minderjährig und unbegleitet nach Deutschland kommen, sind Jungen. Trotzdem wird dies weder in der Forschung noch bei der Entwicklung pädagogischer, jugendpsychiatrischer oder gesundheitsfördernder Angebote ausreichend thematisiert. Dabei gibt es bei den Fluchtursachen, den Flucht- und Gewalterfahrungen sowie den Bewältigungsstrategien viele jungenspezifische Aspekte.

In der Zeit von Ende 2015 bis 2017 stand die Jugendhilfe unter einem enormen „Improvisationsdruck“, unter dem das Hilfesystem mit einer Vielzahl pädagogischer, psychologischer und administrativer Herausforderungen konfrontiert war. Inzwischen sind spezifische Hilfestrukturen weitgehend aufgebaut, auch gelangen weniger Flüchtlinge nach Europa. Deshalb besteht nun die Möglichkeit, die zur Routine werdende Praxis der stationären Jugendhilfe, der Trauma-Behandlung und der Gesundheitsförderung einer gendersensiblen Reflektion zu unterziehen. Was wissen wir über die geschlechtstypischen Prägungen der Jungen durch ihre Herkunftskultur und ihre Strategien zur Bewältigung von zumeist unerfüllbaren Familienaufträgen, von Angst und Trauma?

Antworten auf diese Frage sind eine wichtige Voraussetzung, um Angebote konzipieren zu können, mit denen die psychosoziale Entwicklung der Jugendlichen gefördert wird. Mit ihnen ließe sich unter anderem die Wahrscheinlichkeit von gesundheitsschädigendem Verhalten wie Sucht und Gewalttätigkeit reduzieren.

Die BZgA möchte mit dem Fachtag allen Fachkräften in der Betreuung und Beratung von unbegleiteten, männlichen und minderjährigen Flüchtlingen ein Forum bieten, ihre Erfahrungen auszutauschen. Eingeladen sind auch Mitarbeitende im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention. Gemeinsam soll diskutiert werden, wie jungenspezifische Strategien zur Förderung ihrer psychosozialen und gesundheitsbezogenen Entwicklung aussehen sollten. Nach jedem Vortrag wird deshalb ausreichend Zeit für Diskussionen sein.

Veranstaltungszeit:
11. Oktober 2018, 10.15 Uhr bis 16.30 Uhr
Veranstaltungsort:
Hotel Ameron, Melatengürtel 15, 50933 Köln
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung:
Bis 15. September 2018 per E-Mail an: Alexandra.Pitscheider(at)bzga.de
oder per Post an: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, A. Pitscheider (Referat 2-24)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Kontakt:
Stephan Blümel, Tel: 0221/ 8992-328
E-Mail: Stephan.Bluemel(at)bzga.de


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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.