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Gesundheitserziehung / Gesundheitsförderung

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Netzwerk Gesund ins Leben

Frisch gebackene Mütter nicht verwirren! Bessere Stillunterstützung in Kliniken gefragt

Frauen, die in einer Klinik entbunden haben, wünschen sich auf der Wochenbettstation mehr Beratung, eindeutige Informationen und praktische Unterstützung beim Stillen. Nach einer Auswertung des Picker Institutes scheint es hier deutliche Defizite zu geben.

So berichten vier von zehn Frauen, die in kleineren Häusern mit bis 600 Geburten pro Jahr entbunden haben, dass die Informationen, die sie zur Ernährung des Kindes und vor allem zum Stillen erhalten haben, unzureichend gewesen seien. In größeren Kliniken war der Anteil der unzufriedenen Frauen noch höher.
In der sensiblen Phase des Wochenbetts, die entscheidend für den Start einer gelungenen Stillbeziehung ist, läuft offenbar vieles nicht rund. Viele Frauen beschwerten sich über fehlende oder widersprüchliche Informationen durch Klinikpersonal. Das Picker Institut sieht hier Mängel in der Qualifikation des Personals.

Ein einheitlicher Wissensstand ist eine wichtige Voraussetzung für eine effektive Stillunterstützung. Die Initiative Babyfreundliches Krankenhaus der WHO und von UNICEF sieht unter anderem verpflichtend Schulungen des Personals zur Stillförderung vor. Das Netzwerk Gesund ins Leben betont ebenfalls seit Jahren die Notwendigkeit einheitlicher Botschaften für junge Eltern und hat bundesweite Empfehlungen zur Säuglingsernährung und ein Curriculum für Basisfortbildungen zum Stillen und zur Stillförderung entwickelt.

In Deutschland werden nur 34% der Säuglinge vier Monate ausschließlich gestillt. Nach den Empfehlungen sollen Säuglinge im ersten Lebenshalbjahr gestillt werden, mindestens bis zum Beginn des 5. Monats ausschließlich. Auch nach der Einführung von Beikost - spätestens mit Beginn des 7. Monats - wird empfohlen weiter zu stillen.

Bild: Frisch gebackene Mütter nicht verwirren! Bessere Stillunterstützung in Kliniken gefragt

Die gesundheitsförderlichen Auswirkungen des Stillens für Mutter und Kind sind längst unbestritten. Frauen und junge Familien sollten daher auf allen Ebenen ein stillfreundliches Umfeld vorfinden. Mit dem Forschungsprojekt Becoming Breastfeeding Friendly (www.gesund-ins-leben.de/becoming-breastfeeding-friendly) arbeitet Gesund ins Leben daran, die Rahmenbedingungen für das Stillen systematisch zu verbessern, damit die Stillraten in Deutschland nachhaltig steigen.

Kontakt
Britta Klein
Netzwerk Gesund ins Leben
Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Deichmanns Aue 29, 53179 Bonn
Telefon: +49 (0) 228 6845-5178
E-Mail: Britta.Klein(at)ble.de
Internet: www.gesund-ins-leben.de, www.bzfe.de

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist Teil der Initiative IN FORM und angesiedelt im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).


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