Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

Seiteninhalt

Katharina Reiss, Julia Güttes, Maria Flothkötte

Informationsmaterialien zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil für junge Familien mit Migrationshintergrund

Eine Bestandsaufnahme

Schlagwort(e): Bewegung, Ernährung, Familie, Schwangerschaft, Sprachmittlung

Zeitschrift: Prävention und Gesundheitsförderung Ausgabe 2/2017, 12(2): 96-103

Kommunikations- und Sprachprobleme spielen bei der Erreichbarkeit von Familien mit Migrationshintergrund für Prävention und Gesundheitsförderung eine wichtige Rolle.

Ziel der Arbeit:
Es wurden Informationsmaterialien für Schwangere und Familien mit Migrationshintergrund am Beispiel von Ernährung und Bewegung während der Schwangerschaft sowie im Säuglings- und Kleinkindalter recherchiert.

Material und Methoden:
Es wurde eine nicht systematische Online- sowie eine Datenbank-Recherche durchgeführt. Zudem wurden alle Kontaktpersonen aus der „Arbeitsgruppe Migration“ des Netzwerks Gesund ins Leben kontaktiert und weitere Kontakte nach dem Schneeballprinzip ermittelt.

Ergebnisse:
Es konnten 56 Materialien für Familien mit Migrationshintergrund identifiziert werden. Die große Mehrheit der Medien ( n = 21) behandelte das Thema Säuglingsernährung (Stillen/Flaschenernährung). Türkisch, Russisch, Englisch, Französisch und Arabisch bildeten dabei die häufigsten Fremdsprachen ab. Die große Mehrheit der Materialien ist in allen Sprachen identisch gestaltet. In wenigen Fällen wurden Bilder und Design der fremdsprachigen Versionen angepasst.

Diskussion:
Es bleibt die Frage offen, ob eine reine 1:1-Übersetzung in der Lage ist, kulturelle Besonderheiten, spezifische Informationsbedarfe oder spezifische Konzepte von Gesundheit/Krankheit angemessen aufzugreifen. Zudem wird aktuell diskutiert, ob migrationssensible und somit inklusive Ansätze gegenüber migrationsspezifischen und somit exklusiven Ansätzen vorzuziehen sind. Obwohl die hier vorgestellte Recherche Limitationen aufweist, bietet sie dennoch einen angemessenen Überblick über die aktuelle Medienlandschaft und eine Sensibilisierung für das auch in Zukunft wichtige Thema des Zugangs zu Familien mit Migrationshintergrund.

Titelseite: Informationsmaterialien zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil für junge Familien mit Migrationshintergrund

Weitere Informationen:

Zusammenfassung und Zugang zu Volltext unter:
https://www.springermedizin.de/informationsmaterialien-zu-einem-gesundheitsfoerderlichen-lebens/12113906


zurück zur Übersicht

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / Maarweg 149 - 161 / 50825 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300 /
E-Mail:
poststelle(at)bzga.de / E-Mail für Bestellungen von Medien und Materialien: order(at)bzga.de / Die BZgA auf Twitter

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.