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Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

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Renate Schepker

Kultursensible Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

Schlagwort(e): Interkulturelle Öffnung, Jugend, Kinder, Psychotherapie, Traumatisierung, Zuwanderung

Lange wurde vor allem von einheimischen Psychotherapeuten die Behandlung von Zuwandererkindern vermieden. Aktuell fällt es angesichts der Therapiebedarfe jugendlicher Flüchtlinge schwerer, sich zu entziehen. Unter Beachten von Kultursensibilität erscheinen viele Vorannahmen anachronistisch. Die diagnostischen Besonderheiten in Zuwandererethnizitäten sind geringer als allgemein angenommen: Somatisierungen sind nicht unbedingt häufiger, aber sie können Äquivalente für psychische Störungen darstellen. Enuresis kann häufiger vorkommen, elektiver Mutismus auf familiäres Leid hinweisen. Deutlich erhöht ist die Rate an Angst, Depression und vor allem posttraumatischen Störungen, unter denen Flüchtlinge leiden. Auch die zentrale Bedeutung von Scham- und Schuldkonflikten darf nicht unterschätzt werden; sie könnte eine erhöhte Suizidalität unter jungen Migrantinnen erklären. Insgesamt kann die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch das Betreten des „Dritten Raumes“ der Interkulturalität eine bereichernde Erfahrung sein.

Kultursensible Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

Weitere Informationen:

Renate Schepker
Kultursensible Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen
Vandenhoeck & Ruprecht 1. Auflage 2017
76 S.
ISBN 978-3-647-99824-4
7,99 €
Buch und eBook sind über www.v-r.de
sowie über www.vr-unipress.de
bestellbar.


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