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Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

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Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer (Hg.)

Parentifizierung im Zusammenhang mit Flucht und Migration

Nervenheilkunde 7/17

Schlagwort(e): Familie, Geflüchtete, Jugend, Kinder, Migration

Wenn Kinder Aufgaben für ihre Eltern übernehmen, die eigentlich eine erwachsene Person für das Kind ausführen sollte, führt das zu einer Umkehr in der Familienhierarchie. Dieses Phänomen wird Parentifizierung oder Rollentausch genannt. Ibrahim Özkan und Merle Willemsen von der Asklepios Fachklinik Göttingen zeigen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nervenheilkunde, dass geflüchtete Familien erheblichen Stressoren ausgesetzt sind und damit besonders anfällig für das Phänomen der Parentifizierung sind. Kinder müssen auf der Flucht und nach der Ankunft im Zielland innerhalb der Familie oft Rollen und Verantwortungen übernehmen, die nicht altersgemäß sind. Die Autoren fordern besondere Unterstützung für Familien mit Fluchtgeschichte, um eine Überforderung der Kinder und Jugendlichen zu verhindern. Auf jeder Entwicklungsstufe eines Kindes können Probleme aufgrund von Parentifizierung auftreten, wie zum Beispiel Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion mit Gleichaltrigen, zu wenig psychische Unabhängigkeit von den Eltern oder Probleme bei der Selbstregulierung und Identitätsentwicklung.

Weitere Themen der Nervenheilkunde sind unter anderem neuropsychiatrische Erkrankungen bei Flüchtlingen, Ausbildung in kultureller Kompetenz und die „kultursensible“ Begleitung Schwerstkranker und Sterbender.

Titelseite des Buches: Nervenheilkunde

Nervenheilkunde 7/17: Parentifizierung im Zusammenhang mit Flucht und Migration
2017, 36. Jahrgang (12 Ausgaben jährlich) ISSN 0722-1541
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