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Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

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LAG Mädchenarbeit in NRW e.V.

Betrifft Mädchen 1/2018

Zwangsverheiratung – Perspektiven aus Theorie und Praxis

Schlagwort(e): Gewalt, Mädchen, Sexualität

Sowohl medial als auch unter Praktiker_innen wird viel darüber diskutiert, wie mit Mädchen umzugehen ist, die entweder vor, auf oder nach der Flucht verheiratet wurden. Was können Pädagog_innen tun, wenn ein_e Minderjährige_r gültige Heiratspapiere vorlegen kann? Kann, soll oder muss sie_er wie jede_r andere unbegleitete_r Minderjährige in Obhut genommen werden? Wie ist die rechtliche Situation? Ein Aspekt in diesen Fragen wurde im Sommer 2017 im sog. "Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen" geklärt: Nun gilt in Deutschland das Mindestheiratsalter von 18 Jahren ohne Ausnahme.

Vieles bleibt nach wie vor offen bzw. ambivalent. In der erziehungswissenschaftlichen und der pädagogisch praxisrelevanten Fachwelt wird über Zwangsverheiratung und Ehrenmord nach wie vor widerstreitend gesprochen. Einigkeit herrscht an der Stelle, dass Zwangsverheiratung gegen die Menschenrechte verstößt. Dennoch wird häufig nicht mit Betroffenen bzw. Beteiligten sondern über sie gesprochen. Mit Sorge beobachten Fachleute außerdem, wie Marginalisierung und Ausgrenzung von Migrant_innen medial reproduziert werden. In diesem Heft werden unterschiedliche Zugänge zum Thema vorgestellt. Dabei kommen Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen zu Wort, ihre Überlegungen und Berichte zeigen die Verschiedenheit der Logiken von Theorie und Praxis, die sich nur bedingt aneinander messen lassen können.

Titelseite der Ausgabe Betrifft Mädchen 1/2018

Herausgeberin:
LAG Mädchenarbeit in NRW e.V.
Fon 0202/7595046
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www.maedchenarbeit-nrw.de/lag/startseite.html

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