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Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

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Jessica Bither, Astrid Ziebarth (Migration Strategy Group on International Cooperation and Development)

Legale Migrationswege schaffen, um irreguläre Einwanderung zu reduzieren?

Was wir von der Westbalkanregelung lernen können

Schlagwort(e): Forschung, Migration, Zuwanderung

Eine gemeinsame Studie des German Marshall Fund of the United States, der Bertelsmann Stiftung und der Robert Bosch Stiftung

Logos: German Marshall Fund of the United States, Bertelsmann Stiftung und Robert Bosch Stiftung

Die Westbalkanregelung wird heute von einigen deutschen Politikern als Erfolgsmodell für gelungenes Migrationsmanagement und den Umgang mit irregulärer Einwanderung gepriesen, das in Zukunft auch in anderen Ländern und Regionen, etwa in Nordafrika, angewandt werden könnte. Anspielungen dieser Art suggerieren mitunter, dass die Schaffung legaler Zugangswege ein effizientes Instrument zur Reduzierung irregulärer Einwanderung ist, weil diese einen Teil der Migrationsbewegungen auf legale Bahnen „umleiten“ - und somit schlussendlich auch dem Arbeitsmarkt nutzen. Es gibt jedoch auch Kritiker, die eine Fortsetzung der Regelung über das Jahr 2020 hinaus ablehnen und sich auch gegen ihre Ausweitung auf Staaten jenseits des Westbalkans ausgesprochen haben. Obwohl die Zahl der Asylanträge aus dem Westbalkan nach der Einführung der Regelung tatsächlich gesunken ist, ist weiterhin unklar, welchen Anteil sie daran trug - und auch die mittel- und langfristigen Folgen der Westbalkanregelung für den Arbeitsmarkt sind noch nicht abzusehen.

Da die politische Gemengelage zu jener Zeit äußerst komplex war, lässt sich die genaue Wirkung der Westbalkanregelung hinsichtlich der Reduzierung irregulärer Einwanderung nicht genau bestimmen. Nichtsdestotrotz stellt sie ein einzigartiges migrationspolitisches Experiment dar, aus dem wichtige Lehren abgeleitet werden können. Lehren, die gerade deshalb noch weiter an Relevanz gewinnen, da Entscheidungsträger in Erwägung ziehen, die Regelung vorbildhaft auch in anderen Regionen und Ländern umzusetzen

Diese Publikation ist Teil des Projektes „Migration Strategy Group on International Cooperation and Development“, das der GMF zusammen mit der Bertelsmann Stiftung und der Robert Bosch Stiftung durchführt. Die in dieser Publikation geäußerten Meinungen unterliegen der Verantwortung der Autorinnen und spiegeln nicht unbedingt die Standpunkte des GMF und der Partnerorganisationen wider.

Download Report und weitere Informationen:
http://www.gmfus.org/...
Deutsche Zusammenfassung unter:
https://www.bosch-stiftung.de/...
Kontakt:
GMFPress(at)gmfus.org


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