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Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

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Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm

Interkulturelles Verständnis, Kultursensibilität und Psychoedukation im Umgang mit belasteten, traumatisierten und kranken Flüchtlingskindern

Entwicklung eines Online-Kurses

Schlagwort(e): Geflüchtete, Interkulturelle Öffnung, Kinder, Psychotherapie, Traumatisierung

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm wird im Rahmen eines vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projektes im Zeitraum 2017-2019 einen Online-Kurs zu Themen, die im Kontext der Betreuung von geflüchteten Minderjährigen wichtig sind, erstellen und evaluieren. Zielgruppe dieses Online-Kurses sind Fachpersonen aus den gesundheitsbezogenen und pädagogischen Berufsgruppen, die im Bundesland Nordrhein-Westfalen tätig sind.

Seit dem Jahr 2015 hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, vor allem aufgrund des fortdauernden Bürgerkrieges in Syrien sprunghaft erhöht. Unter diesen Flüchtlingen befindet sich auch ein großer Anteil an Kindern und Jugendlichen. Viele von ihnen haben traumatische Erfahrungen aufgrund der bewaffneten Konflikte in ihrer Heimat und auf der Flucht gemacht. Junge Flüchtlinge weisen allgemein eine erhöhte Anfälligkeit für psychische Störungen auf, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge stellen hierbei nochmal eine besonders vulnerable Gruppe dar, da ihnen wichtige Schutzfaktoren wie beispielsweise ein familiäres Umfeld, das Schutz und Unterstützung bietet, fehlen.

Unsere Erfahrungen aus früheren Projekten zeigen, dass Fachkräfte, die mit jungen Flüchtlingen arbeiten, einen hohen Bedarf an Fortbildungsangeboten haben. In diesem Projekt wird zu den aus unserer Sicht im Kontext der Versorgung von jungen Flüchtlingen wichtigsten Themen ein Online-Kurs erstellt. Der Online-Kurs ist spezifisch auf die Situation und die Hilfeangebote im Land Nordrhein-Westfalen ausgerichtet.

Im Rahmen des Online-Kurses „Interkulturelles Verständnis, Kultursensibilität und Psychoedukation im Umgang mit belasteten, traumatisierten und kranken Flüchtlingskindern“ erhalten die Teilnehmenden in fünf Modulen Informationen über Migration, Interkulturalität und Kultursensibilität, das Hilfesystem, die rechtliche Situation und damit verbundene Herausforderungen, Traumatisierung bei minderjährigen Flüchtlingen sowie Unterstützung und Hilfe. Der Online-Kurs soll einen Umfang von ca. 20 x 45 Minuten haben. Eine Teilnahme ist voraussichtlich ab Ende Mai möglich.

Neben der Vermittlung theoretischen Wissens zielt der Kurs darauf ab, die Handlungskompetenz der Teilnehmenden zu fördern und emotionales Lernen im Sinne einer Sensibilisierung für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen zu ermöglichen.
Die Vermittlung von Wissen erfolgt über Grundlagen- und wo inhaltlich notwendig Rechtskapitel. Alle textbasierten Materialien sowie Praxismaterialien wie z.B. Screening-Instrumente oder Materialien für die Arbeit mit traumatisierten Kindern werden zum Download vorgehalten. Für die Vermittlung von Handlungskompetenzen gibt es im Kurs interaktive Fallbeispiele, die typische Herausforderungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen und deren Familien zum Thema haben. Ergänzt wird der Kurs durch Interviews mit Fachexpertinnen und -experten.

Die Zertifizierung des Kurses wird angestrebt. Die Kursteilnahme ist während der Projektentwicklungsphase bis September 2019 kostenlos.

Kontakt:
Telefon: 0731 500-61600, Fax: 0731 500-61602, E-Mail: joerg.fegert(at)uniklinik-ulm.de, https://elearning-refugeekids-nrw.de/


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