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Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Medizinische Fakultät, Bereich Pflegewissenschaft

Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung und Symptomen posttraumatischer Belastungsstörungen

Curriculare Entwicklung, Pilotimplementierung und Pilotevaluation einer interkulturellen Fortbildung im interprofessionellen Team

Schlagwort(e): Fortbildung, Geflüchtete, Gesundheitsversorgung, Interkulturelle Kompetenz, Psychotherapie, Traumatisierung

Im Jahr 2016 erreichte die Anzahl der Anträge auf Asyl in Deutschland einen neuen Höchststand. Überwiegend kamen Asylsuchenden aus Krisengebieten auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Hunger und Menschenrechtsverletzungen. Prognosen gehen davon aus, dass der Zustrom von Menschen aus Krisengebieten anhalten wird. Diese Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung sind und waren multiplen Stressoren ausgesetzt und haben daher ein hohes Risiko, an Symptomen posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) zu leiden. Dabei ist es möglich, dass Symptome von PTBS im Rahmen notwendiger Gesundheitsversorgung reaktiviert oder neu gesetzt werden.

Professionen der Gesundheitsversorgung, insbesondere Mediziner, und Pflegende sind auf die Versorgung dieser Menschen unzureichend vorbereitet. Reaktionen der Patienten können fehlgedeutet und nicht im Zusammenhang einer behandlungsbedürftigen PTBS gesehen werden. Ziel dieses Projekts ist es, ein Curriculum für eine interkulturelle Fortbildung im interprofessionellen Team (Mediziner und Pflegende) zum Umgang mit Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung und Symptomen von PTBS zu entwickeln, an zwei Standorten zu pilotieren und zu evaluieren. Die Fortbildung der Fachkräfte zielt auf vier Ebenen:
(1) Sensibilisierung für die Thematik (Migration und Symptome von PTBS),
(2) Aufklärung möglicher Gesundheitsprobleme im Kontext von Symptome von PTBS,
(3) Schulung zu kultursensiblem Screening zur Identifikation psychischer Störungen,
(4) Vermittlung von Wissen und Kompetenzen zum kultursensiblen Umgang mit Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung mit Symptomen von PTBS.

Das Curriculum soll modular konzipiert werden und folgenden Anforderungen genügen: Theoriebasiert, praxisnah, nachhaltig, und breit anwendbar. Das Curriculum soll durch Bewertungen neutraler Experten validiert werden. Diese Evaluation erfolgt auf den Ebenden Inhalt, methodisch-didaktische Aspekte und Praxisnähe. Die Teilnehmenden der Schulung bewerten die Fortbildung hinsichtlich der Praxisnähe und ihrer Zufriedenheit mit Wissens- und Kompetenzzuwachs unter Berücksichtigung affektiver, behavioraler, und kognitiver Elemente des Curriculums. Durch Lernen in interprofessionellen Fortbildungen soll die berufsgruppenübergreifende Kommunikation verbessert werden. Dieser Ansatz verfolgt breite Anwendbarkeit und fördert den Dialog zum Thema „Migration und Gesundheit“.

Das Projekt läuft von 1. September 2017 bis 31. August 2019 und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Weitere Informationen:
https://www.bosch-stiftung.de/sites/default/files/documents/2018-01/RoBo_Projektbeschreibung_deu.pdf
Kontakt:
Prof. Christiane Kugler, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Medizinische Fakultät, Pflegewissenschaft, Fehrenbachallee 8, 79106 Freiburg,
E-Mail: christiane.kugler(at)uniklinik-freiburg.de (Tel. Sekretariat: 0761 270 64880) (Projektleitung)


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