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Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

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Universitätsklinik Heidelberg

Refugee Care Manager, RefCare©

Dokumentationssoftware für die medizinische Versorgung Geflüchteter:

Schlagwort(e): Forschung, Geflüchtete, Gesundheitsversorgung, Prävention

Universitätsklinikum Heidelberg - Bundesministerium für Gesundheit

Um eine adäquate, bedarfsgerechte medizinische Versorgung sowie frühzeitige präventive Maßnahmen zu ermöglichen, sind verlässliche Daten des Gesundheitszustands von Asylsuchenden nach Ankunft sowie während ihres Aufenthalts in Aufnahmeeinrichtungen notwendig.

In Deutschland gibt es jedoch einen Mangel an adäquaten Daten nach Ankunft sowie während des Aufenthalts in Aufnahmeeinrichtungen. Dies ist unter anderem auf eine unzulängliche Dokumentation der medizinischen Versorgung in Erstaufnahmeeinrichtungen und in Gemeinschaftsunterkünften zurückzuführen. Patientendaten werden oft unsystematisch und vielerorts nur papierbasiert geführt, sodass ein Austausch zu Behandlungszwecken oder eine systematische, vergleichbare sowie zeitnahe Auswertung der klinischen Daten kaum möglich ist.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts „Health and primary‐care sentinel surveillance in reception‐ and accommodation‐centres for asylum‐seekers in Germany (PriCare)“) wurde an der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung der Universitätsklinik Heidelberg die Dokumentationssoftware Refugee Care Manager, RefCare© für die medizinische Versorgung von Geflüchteten entwickelt. RefCare© wurde speziell für die medizinische Versorgung in Aufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende konzipiert und in einem intensiven Test- und Pilotverfahren an die besonderen Anforderungen in diesem Bereich angepasst.

Ziel dieses Projekts ist es, über eine maßgeschneiderte digitale Infrastruktur den medizinischen Versorgern in den Aufnahmeeinrichtungen eine einfache und systematische Dokumentation der Behandlung von Asylsuchenden zu ermöglichen, die auch den datenschutzkonformen Austausch von Patientendaten zwischen medizinischen Versorgern beinhaltet. Zudem werden die erhobenen Versorgungsdaten nach einem eigens entwickelten Indikatorensatz regelmäßig ausgewertet und im Sinne eines Monitorings wichtiger Parameter (Surveillance) erstmals überregional zusammengeführt und veröffentlicht.

Die Dokumentationssoftware RefCare© wird mittlerweile in 10 Aufnahmeeinrichtungen in drei Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg) erfolgreich eingesetzt. Die Einführung der Software in weiteren Bundesländern ist in konkreter Planung. Es wurde eine Liste von 60 Indikatoren erarbeitet und durch die teilnehmenden Verbundpartner konsentiert. Derzeit werden die regelmäßige Durchführung der Surveillance sowie die Datenweitergabe zu Zwecken der Mit- und Weiterbehandlung getestet.

Weitere Informationen:
http://www.pri.care/

Kontakt:
Dr. med. Kayvan Bozorgmehr (MSc)
Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Universitätsklinikum Heidelberg
E-Mail: kayvan.bozorgmehr(at)med.uni-heidelberg.de
refcare.allmed(at)med.uni-heidelberg.de .


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