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Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

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dgvt Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie, Fort- und Weiterbildung

Das kommt mir Spanisch vor!

Besonderheiten in der Therapie von PatientInnen mit Migrationshintergrund

Schlagwort(e): Fortbildung, Migration, Psychiatrie, Psychotherapie

16. bis 17. Februar 2019 in Hamburg

Logo: dgvt - Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie, Fort- und Weiterbildung

Können Sie sich vorstellen, wie ein japanischer Psychiater reagieren würde, wenn Sie ihm sagen würden, dass Sie sich nie allein fühlen, da Sie spüren, dass Ihr Schutzengel immer bei Ihnen ist? Wenn Sie sich kurz überlegen, wie schwierig es sein könnte, aus dieser Situation herauszukommen, ohne ein Rezept für Neuroleptika zu bekommen, werden Sie verstehen, wie wichtig es ist, in der Behandlung von PatientInnen mit Migrationshintergrund interkulturelle Kommunikation zu beherrschen. Die Qualität der Kommunikation mit diesen PatientInnen hängt nicht nur von der Sprache ab. Wir müssen nicht nur die Wörter begreifen, sondern uns auf vielfältige kulturbedingte Gegebenheiten einstellen, um uns zu verständigen. Die Gefühle sind die gleichen, aber sie werden unterschiedlich ausgedrückt. Wenn wir diese Unterschiede nicht übersetzen können, werden wir uns missverstehen.

Alle Kulturen haben ein eigenes Bild davon, was psychische Belastung ist und welche Emotionen und Äußerungen (oft durch Somatisierung in der Gesellschaft) akzeptiert werden. Diese unterschiedlichen Äußerungen von psychischem Leiden werden außerhalb des eigenen Kulturkreises oft missverstanden. Auch hat jede Kultur eigene traditionelle „therapeutische“ Methoden, Ressourcen und Rituale, wie z.B.: Meditation, schamanistische Rituale, Trauergruppen, die Tänze der sich drehenden Derwische. Die aktuelle westliche Psychotherapie hat mache von diesen alten Methoden übernommen, was uns die Gelegenheit bietet, eine wirksamere Intervention durchzuführen, wenn der/die PatientIn sich mit der Behandlung vertraut fühlt.

Abgesehen von allen Unterschieden aufgrund der verschiedenen Herkunftsländer finden wir die Migration als gemeinsame Erfahrung. Ein tieferer Einblick in den psychischen Prozess der Anpassung nach einer Migration wird uns ermöglichen, PatientInnen besser zu verstehen und zu erreichen. Entwurzelung, Kulturschock oder Identitätskonflikte sind mit Migration verbunden.
Nicht nur auf gesamtgesellschaftlicher Ebene, sondern auch bei bikulturellen Paaren sowie bei MigrantInnen der zweiten Generation werden interkulturelle Konflikte innerhalb der Familie auftreten. Unterschiedliche Erwartungen und Werte werden miteinander konfrontiert werden, können Beziehungen erodieren und zu dauerhaften Spannungen führen.

Als TherapeutInnen in einer multikulturellen Gesellschaft sind wir immer wieder mit dieser Problematik konfrontiert. Dieses Seminar bietet eine praxisbezogene Einführung in die psychologischen Aspekte der Interkulturalität und der Migration mit zahlreichen Fallbeispielen.

Veranstaltungszeit:
16. Februar, 13.30 bis 20.15; 17. Februar 2019, 9.30 bis 16.30 Uhr

Veranstaltungsort:
Hamburg; weitere Ortsangaben nach Anmeldung

Kosten:
258,- € DGVT-Mitglied; Frühbucherpreis bis 19. Januar 2019: 243 Euro
296,- € Nicht-Mitglied; Frühbucherpreis bis 19. Januar 2019: 276 Euro

Anmeldung und Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e.V. Fort- und Weiterbildung
Postfach 13 43, 72003 Tübingen; Tel. 07071 94 34-34
E-Mail: fortbildung(at)dgvt.de; Internet: www.dgvt-fortbildung.de


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