Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Migration, Flucht und Gesundheit

Migration und öffentliche Gesundheit

Seiteninhalt

LAG Jungenarbeit NRW

Irgendwie hier

Landesweites Fachforum zu den Themen: "Trauma - Flucht - Männlichkeiten" und "Selbstwirksamkeitserwartungen"

Schlagwort(e): Geflüchtete, Jungen, Tagung, Traumatisierung

1. Februar 2019 in Köln

LAG Jungenarbeit NRW

In diesem landesweiten Fachforum für Lehr- und Fachkräfte wird sich in jeweils einem Impulsvortrag und in zwei anschließenden Workshops den Thematiken der beiden Stellungnahmen "Trauma - Flucht - Männlichkeiten" (bereits veröffentlicht 09/2018) sowie "Selbstwirksamkeitserwartungen im Kontext von Flucht und Männlichkeiten" (wird veröffentlicht 12/2018) genähert.

„Trauma - Flucht - Männlichkeiten“
In der pädagogischen Arbeit mit jungen Männern* stoßen Fachkräfte immer wieder auf Verhaltensweisen die irritieren und verunsichern. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass diese Jungen* in einem "falschen (weil alten) Film" sind. Insbesondere bei Fluchterfahrungen bringt dieser Film oftmals eine Vielzahl an Belastungen mit sich. Das Auslösen von Traumata und traumatischen Erfahrungen stellt Fachkräfte immer wieder vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig ist die pauschale Annahme einer PTBS (posttraumatischen Belastungsstörung) nach der Fluchtgeschichte in der pädagogischen Arbeit nicht hilfreich, vielmehr hemmend und verunsichernd. Es gilt demnach wach für Dynamiken und Signale der jungen Männer zu sein um angemessen Begleitung und Beziehungsangebote gestalten zu können. Der geschlechtsbezogene Blick der Jungenarbeit erweitert die traumapädagogische Perspektive und ermöglicht eine reflektierte Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen von männlichen* Identitätskonstruktionen, dem Erleben von traumatischen Situation und den individuellen Bewältigungsstrategien.
„Selbstwirksamkeitserwartungen im Kontext von Flucht und Männlichkeiten“

Jungen* und junge Männer*, die zeitnahe Fluchterfahrungen gemacht haben, sind mindestens in der nahen Vergangenheit in ihrem Handeln erstaunlich wirksam gewesen. Von der Planung, Organisation und Finanzierung bis hin zur eigentlichen Flucht, wurden massive Ressourcen aufgetan und in Form vielfältigster Handlungen aktiviert. Nach dem Fluchtprozess befinden sich diese jungen Menschen auch weiterhin in herausfordernden Lebenssituationen, in denen sich die oftmals bereits bestehenden Problemlagen durch traumatisierende Fluchterfahrungen verstärken. Zudem beginnt der Ausblick auf ein besseres Leben mit einer Vielzahl von Aufträgen im Gepäck, mit denen sie sich in ein Hilfesystem hinbegeben, welches strenge Anforderungen an diese jungen Menschen stellt. Das Bedürfnis danach ein selbstbestimmtes Leben zu führen erhöht den (Selbst-) Druck auf die Jungen*. All das sind Aufgaben, Situationen und Hürden, die mehr als nur Routine abverlangen. Gegenteilig verlangt dies ein extra Maß an geistiger wie körperlicher Anstrengung und Ausdauer. Das Dilemma zwischen Druck und eingeschränkter Handlungsfähigkeit überträgt sich auch auf die Fachkräfte der Arbeit mit geflüchteten Jungen*. Daher ist es zentral die Erwartungen an eigene Wirksamkeit der jungen Männer nachzuvollziehen um gelingende Pädagogik anbieten zu können.

Veranstaltungszeit:
1. Februar 2019, 9:30 bis 15:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln

Teilnahme kostenfrei

Anmeldung und Kontakt:
https://lagjungenarbeit.de/angebote/fachtagungen/sonstige-tagungen#irgendwie_hier_lwf
https://lagjungenarbeit.de/veranstaltungen


zurück zur Übersicht

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / Maarweg 149 - 161 / 50825 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300 /
E-Mail:
poststelle(at)bzga.de / E-Mail für Bestellungen von Medien und Materialien: order(at)bzga.de / Die BZgA auf Twitter

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.