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Startseite | Gesundheitserziehung / GesundheitsförderungTermine / Tagungen / FortbildungenEinzelveranstaltungenQualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe - Beratung und Behandlung von suchtmittelauffälligen Straßenverkehrsteilnehmenden

Gesamtverband für Suchthilfe e.V.

Qualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe - Beratung und Behandlung von suchtmittelauffälligen Straßenverkehrsteilnehmenden

02. - 05. September 2019 und 18. Februar 2020, Berlin

Auch wenn nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Anzahl der Unfälle im Straßenverkehr unter dem Einfluss berauschender Mittel um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, kamen 2015 durch Trunkenheitsfahrten bzw. durch Fahrten unter Drogeneinfluss 14.334 Personen zu Schaden, 287 wurden getötet. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund bleibt es eine gesellschaftspolitische Aufgabe, eine weitere Verminderung der Unfallzahlen durch Prävention von Fahrten unter Suchtmittelkonsum zu erreichen.

Fahrten unter berauschenden Substanzen und deren Konsequenzen sind über das Straßenverkehrsgesetz (StVG) und die Fahrerlaubnisverordnung (FeV) geregelt. Eine Konsequenz kann die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) darstellen, die ein Instrument des Gesetzgebers ist, um die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zu überprüfen. Die Bundesanstalt für Straßenwesen berichtet von 91.276 Personen, die sich im Jahr 2015 im Rahmen einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) begutachten lassen mussten und damit von diesbezüglichen konstanten Zahlen.

Für viele Menschen, v. a. im ländlichen Raum, entwickelt sich aus dem Führerscheinentzug und einer angeordneten MPU mit ungewissem Ergebnis ein Teilhabeproblem, das die Gefahr eines Arbeitsplatzverlustes in sich birgt. Gleichzeitig kann die Chance gesehen werden, dass die verkehrsauffällige Person in dieser Situation zu einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit ihrem Suchtmittelkonsum gelangt.

Neben den vier großen Arbeitsbereichen der Fachstellen für Sucht und Suchtprävention, nämlich Beratung und Vermittlung als Grundversorgung, Behandlung, Primärprävention und Selbsthilfeförderung, haben sich in den letzten Jahrzehnten in jedem dieser Bereiche eine Vielzahl von Programmen, Manualen und speziellen Herangehensweisen entwickelt. Diese Erfahrungen und die diagnostische Kompetenz nutzend bietet das bestehende ambulante professionelle Suchtkrankenhilfesystem in Deutschland die besten Voraussetzungen für eine qualifizierte MPU-Vorbereitung, die den Betroffenen bei einer intensiven Reflexion und einer Auseinandersetzung mit seinem Suchtmittelkonsum begleitet.

Nachhaltige Verhaltensänderung bei der Zielgruppe oder aber auch die weiterführende Behandlung bei vorhandener Indikation können daraus resultieren.
Der GVS bietet Sozialpädagog*innen/Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen oder Psycholog*innen mit einer mindestens zweijährigen Erfahrung in den Feldern der ambulanten, teilstationären oder stationären Suchthilfe eine fünftägige Fortbildung zur „Fachkraft für qualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe nach GVS-Standards“ an.

Programm & Anmeldung

Teilnahmebeitrag 820,00€


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