1. Sprung zur Servicenavigation
  2. Sprung zur Hauptnavigation
  3. Sprung zur Unternavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Startseite | Migration, Flucht und GesundheitIm Fokus: GeflüchteteZum Alltagserleben von jungen Kindern in Unterkünften für Geflüchtete in Berlin

Anne Wihstutz, Sarah Fichtner, Hoa Mai Trần, Penelope Scott, Thi Huyen Trang Le, Evelyn Schulz-Algie

Zum Alltagserleben von jungen Kindern in Unterkünften für Geflüchtete in Berlin

Zusammenfassung der Ergebnisse einer ethnografischen Studie (2016–2017)

Schlagwort(e):Asyl, Familie, Geflüchtete, Kinder, Menschenrechte

Mit dieser Studie wird das Ziel verfolgt, Wissen über die Lebensverhältnisse und Handlungsstrategien von jungen geflüchteten Kindern in Sammelunterkünften zu generieren. Darüber hinaus werden Empfehlungen für die Ausstattung dieser Unterkünfte aus der Perspektive junger Kinder formuliert, die als Grundlage für zukünftige Richtlinien sowie für die kindgerechte pädagogische Gestaltung des Alltags in den Sammelunterkünften herangezogen werden können. Die Erkenntnisse nehmen Eingang in die Konzipierung von Aus- und Fortbildung zur Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte. Die Forschung geht auf die Schlussfolgerung im Berliner Bündnis für Kinder geflüchteter Familien - Willkommen KONKRET (http://willkommen-konkret.org) zurück, dass in der früh- und sozialpädagogischen Praxis wenig über das Leben von jungen geflüchteten Kindern mit ihren Familien bekannt ist. Die drittmittelgeförderte Studie (Wir danken der Bertelsmann-Stiftung, der Stiftung Deutsche Jugendmarke, dem Paritätischen Landesverband Berlin und einem Spender des INIB e,V. für die finanzielle Unterstützung.) wurde von INIB e.V., Institut für Innovation und Beratung an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) in Kooperation mit der Fachstelle Kinderwelten am ISTA, Institut für den Situationsansatz mit einer Laufzeit von 20 Monaten durchgeführt (3/2016-9/2017). Von Juni 2016 bis Februar 2017 wurden Daten in vier Unterkünften durch Forschungstandems erhoben. Diese setzten sich jeweils aus einer erfahrenen Forscherin und einer studentischen Mitarbeiterin zusammen. Im Projektteam arbeiteten Kulturanthropologinnen, Soziologinnen, Erziehungswissenschaftlerinnen und Sozialarbeiterinnen sowie Kindheitspädagoginnen mit heterogenen soziokulturellen Hintergründen (Im Forschungsprojekt haben mitgearbeitet: Seyran Bostanci, Sarah Fichtner, Thi Huyen Trang Le, Hannah Rosenfeld, Evelyn Schulz-Algie, Penelope Scott, Sonja Stegmeier (bis 9/2016), Hoa Mai Trần, Clara Zimmer unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Anne Wihstutz (EHB) und Petra Wagner (Projektkoordination), Direktorin von  ISTA). Diese Teamzusammensetzung förderte die kulturkritische und diskriminierungssensible Auseinandersetzung in Bezug auf forschungsethische Herausforderungen im Verlauf des Forschungsprozesses.

Methoden
Um den Alltag bzw. das Alltagshandeln von Kindern in den Unterkünften erheben zu können, wurde eine ethnografische Herangehensweise gewählt (Breidenstein et al. 2013). Über einen Zeitraum von acht Monaten wurden Kinder und Eltern in Unterkünften für Geflüchtete in Berlin begleitet. Zur Anwendung kamen Methoden der qualitativen Sozialforschung. So wurden teilnehmende Beobachtungen und kreative, raumerkundende Methoden mit Kindern und (Expert*innen-)Interviews mit ihren Eltern, mit Mitarbeiter*innen und Leitungskräften in den Unterkünften durchgeführt. Zum Datenkorpus gehört im Sinne der Ethnografie auch die Interpretation der (Selbst-)Reflexion der Forscher*innen aufgrund ihrer Beteiligung an Situationen und Teilnahme an Prozessen im Feld. Das subjektive Erleben gilt als Schlüssel zum Verstehen von situationsbezogenen Handlungslogiken der Akteure (Breidenstein et al. 2013).

Sample
Das Sample umfasst drei Unterkünfte unterschiedlicher Betreiber: eine Erstaufnahmeeinrichtung und zwei Gemeinschaftsunterkünfte. In den Unterkünften waren zwischen 100 und 515 Personen untergebracht. Zwölf Kinder (neun Mädchen und drei Jungen) im Alter von drei bis sieben Jahren aus insgesamt sieben Familien standen im Fokus der Erhebung. Keines der Kinder besuchte eine Schule. Die Familien kamen aus dem Irak, Afghanistan und Bosnien, ohne sicheren Aufenthaltsstatus.

Das Forschungsfeld
Asylbegehrende Kinder werden mit ihren Eltern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht (vgl. UNICEF 2017). In den Jahren 2015-2016 verbrachten Familien teilweise bis zu zwölf Monaten in Notunterkünften wie Zelten und Turnhallen, da die vorgesehene Unterbringung nicht gewährleistet werden konnte. Weder Erstaufnahmeeinrichtungen noch Not- oder Gemeinschaftsunterkünfte sind in der Regel auf die Bedürfnisse von Kindern und Familien ausgerichtet (DJI 2014): Es sind ehemalige Obdachlosenasyle, Studentenwohnheime und Bürogebäude. Eine Betriebserlaubnis nach dem SGB VIII § 45, wie sie für andere Einrichtungen, in denen sich Kinder über mehrere Stunden am Tag aufhalten, erforderlich ist, ist für sie nach dem AsylG (§ 44 Abs 3 AsylG) nicht zu erbringen. Die Privatsphäre von Kindern und Eltern wird in diesen Unterkünften beständig herausgefordert; die Trennung von öffentlichem und privatem Raum ist fließend. Toiletten, Duschen, Küchen und Spielräume müssen je nach Ausstattung mit fremden Menschen geteilt werden. Die Unterbringung wird als stark reglementierte „Zwangsgemeinschaft“ empfunden (BAJ 2016).

Ergebnisse: Kinderrechte - Asylrechte
Die Bundesregierung hat sich mit der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet, deren Prinzipien und Bestimmungen in der nationalen Rechtsordnung umzusetzen (vgl. Art. 4 UN-Kinderrechtskonvention). Die formulierten Kinderrechte sind entsprechend auf asylsuchende Kinder zu beziehen. Laut Artikel 2 der UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder ein Recht auf Nichtdiskriminierung, sodass ihr Status als Asylsuchende ihre Entwicklungs-, Schutz- und Versorgungsmöglichkeiten nicht beeinträchtigen dürfte. In unserem Sample bildet die Kernfamilie den zentralen Bezugspunkt für die Kinder. Das Familienzimmer stellt einen wichtigen Rückzugsraum dar und die Aufmerksamkeit der Eltern ist eine bedeutende Ressource für die Kinder (vgl. Fichtner/Trần, im Erscheinen). Umso bedrohlicher ist es für Kinder, wenn die Familie aufgrund asylrechtlicher Bestimmungen getrennt werden soll (Dublin-II-Verordnung) bzw. Geschwister nicht nachkommen können. Die Aussetzung des Familiennachzugs interpretieren wir als im Widerspruch stehend zum Grundgesetz und der UN-Kinderrechtskonvention (vgl. Wihstutz, im Erscheinen). Vor dem Hintergrund ihrer Unterbringung erhält das Recht des Kindes auf Ruhe und Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben besondere Bedeutung (Artikel 31 UN-Kinderrechtskonvention). Trotz internationaler Abkommen wie der EU-Richtlinie 2013/33/EU, die Minderjährige und Alleinerziehende mit Kindern als besonders schutzbedürftig benennt, werden Kinder mit ihren Eltern in Unterkünften untergebracht, die für Kinder nicht geeignet sind: So gibt es kaum Möglichkeiten für Kinder, sich ihrem Alter entsprechend zu erholen oder zu spielen. Ihren Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz (vgl. Meysen et al. 2016) können Kinder bzw. Eltern für ihre Kinder oftmals mangels Wissen oder Angeboten nicht wahrnehmen.

Ergebnisse: Spielen und Kinderbetreuung
Der Besuch von Kindertagesstätten ist nicht geregelt. Für noch nicht schulpflichtige Kinder ist die Unterkunft der Ort, an dem sie sich die meiste Zeit aufhalten. Neben dem „privaten“ Familienraum gibt es in Unterkünften sogenannte Kinder(betreuungs)räume. Die Betreuung ist jedoch nicht immer sichergestellt, sodass diese auch während der offiziellen Öffnungszeiten teilweise geschlossen bleiben. Obwohl für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren vorgesehen und für jüngere Kinder nur in Begleitung eines Elternteils erlaubt (Senat Berlin 2016), werden die Kinderräume von sehr vielen Kindern unterschiedlichsten Alters in Anspruch genommen. Anders als in Kindertageseinrichtungen oder -pflegestellen gibt es in Unterkünften für Geflüchtete keine Qualitätsstandards bezüglich der Qualifizierung der Mitarbeiter*innen oder der Ausstattung der Räumlichkeiten für unter Sechsjährige. Das Auffinden sicherer Orte zum Spielen gerät für die Kinder zu einem Stressfaktor. Im Spiel setzen sich Kinder mit ihrer Umwelt auseinander, wodurch sie ihr eigenes Wohlergehen kreieren. Jedoch erleben Kinder oft unerwünschte Störungen ihres Spiels durch andere Kinder, sei es in den Räumen der Familie oder in öffentlichen Bereichen der Einrichtung. Es gibt keine Rückzugsmöglichkeiten, die ihren Spielraum vor dem Eindringen anderer schützen würde. Knappe Ressourcen, das Fehlen einer gemeinsamen Sprache und die räumliche Enge tragen dazu bei, dass vermehrt Konflikte unter Kindern und Erwachsenen in der Unterkunft entstehen. Unter Kindern werden Konflikte auch physisch ausgetragen. Diese haben wir als (Handlungs-)Strategie der Kinder interpretiert, um mit den in ihrer Umwelt wahrgenommenen Bedrohungen umzugehen (vgl. Scott /Le, im Erscheinen). So wurde körperliche Aggression dazu eingesetzt, sich selbst, Geschwister und ihre Spielräume vor dem Eindringen anderer zu verteidigen; sie ist auch eine Möglichkeit zur Behauptung in Verhältnissen, die keine Kommunikationsstrukturen aufweisen, um Kindern Gehör zu verschaffen oder ihr Recht auf Teilhabe umzusetzen.

Ergebnisse: Bewegungsräume, Beziehungsnetzwerke und Handlungsspielräume
In den beengten Wohnverhältnissen der Unterkünfte ist Raum zum Bewegen von großer Bedeutung. So wird das Umfeld einer Unterkunft umso wichtiger, wenn Kinder sich hier frei bewegen können. In Ermangelung solcher Möglichkeiten außerhalb der Unterkünfte werden Innenräume wie Flure und Treppenhäuser, Abstellkammern, aber auch Garagen durch die Kinder zu Möglichkeitsräumen umdefiniert und entsprechend der eigenen Bedürfnisse umfunktioniert. Die Auseinandersetzung mit Grenzen und das Ausloten von Zwischenräumen lassen Grenzerfahrungen bzw. Erfahrungen mit Grenzen dabei zur dominanten Erfahrung werden. Neben der eigenen Familie sind es auch Beziehungen zu Mitarbeiter*innen (z. B. zu Hausmeistern, zu Sozialarbeiter*innen, Wachschutzpersonal), durch die Kinder ihre Spiel- und Bewegungsräume erweitern. Nicht alle Kinder hatten ein solches Netzwerk bzw. Vertrauensverhältnis entwickelt. Der Bewegungsspielraum der Kinder erfährt darüber hinaus eine Erweiterung über das transnationale Netzwerk der Familien wie über Besuche von Freund*innen und Verwandten. Neben der damit einhergehenden Öffnung ihres Bewegungs- und Aktionsradius fördern die Kontakte auch die Sprachkompetenzen der Kinder, die andernfalls zu verkümmern drohen. Indem Kinder die ihnen zugewiesenen Räume in ihrer Nutzung umdefinieren bzw. sich neue, auch verbotene Räume für ihre Zwecke aneignen, zeigen sie sich als Akteure, die sich mit ihrem sozialen und materiellen Umfeld auseinandersetzen und darauf einwirken. Mit eigenen Strategien und Fähigkeiten setzen sie sich für ihre Interessen ein (vgl. Fichtner/Trần, im Erscheinen). Dabei handeln sie aus einer Positionen der doppelten bzw. Mehrfach-Benachteiligung heraus: als Kinder gegenüber Erwachsenen und als „Flüchtlinge“ gegenüber Mitgliedern der Mehrheitsgesellschaft (Vitus/Lidén 2010). Auch Transparenz und geregelte Abläufe sind bedeutsam für Kinder, um ihre eigenen Interessen vertreten zu können.

Ergebnisse: Kindeswohl und Gewalt
Strukturen, in die die Handlungsfähigkeit der Kinder eingelassen ist und die förderlich oder hemmend Einfluss auf ihre Handlungsmächtigkeit nehmen, sind im globalen Sinne das Asylrecht und die Migrationspolitik, aber auch vorherrschende Vorstellungen über Kindheit und Elternschaft. In den Unterkünften erleben Kinder (und Erwachsene) physische und psychische Gewalt. Zudem konnten Regeln und Einschränkungen bzw. mangelnde Transparenz von Entscheidungen identifiziert werden, die zu Verunsicherungen und Unsicherheit führten. Die Unterbringung an gesonderten, nicht selbstbestimmten Orten und mit nicht selbstgewählten Mitbewohner*innen in nicht kindgerechten Verhältnissen identifizieren wir als strukturelle Form der Gewalt (vgl. Schulz-Algie, im Erscheinen). In der Form der Unterbringung materialisieren sich soziale Beziehungen. Sie ist eine Manifestation der Ausgrenzung und Ausdruck spezifischer Machtverhältnisse. Diese beeinflussen die Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen (Alberth 2013), Geflüchteten und einheimischen Mitarbeiter*innen sowie unter Geflüchteten. Der Charakter der Unterbringung nach dem Asylgesetz konstruiert die spezifischen sozialen Beziehungen in den Unterkünften. Die Unterbringung von Kindern in Erstaufnahmezentren, Not- und Gemeinschaftsunterkünften, ohne geeignete Schutzvorrichtungen für Kinder, interpretieren wir als Verstoß gegen Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention. Die Vorstellung von Kindheit als Schon- und Entwicklungsraum (Wihstutz 2018, im Druck) ist nur schwer mit den Lebensverhältnissen begleiteter asylsuchender Kinder in Unterkünften für Geflüchtete zusammenzubringen.

Zusammenfassung und Ausblick
Die Lebensverhältnisse und die Alltagsgestaltung junger begleiteter geflüchteter Kinder und ihrer Familien sind vornehmlich strukturiert durch die Asylgesetzgebung. Die Beteiligungs-, Schutz- und Versorgungsrechte der Kinder sind stark eingeschränkt. Die Unterbringung in Unterkünften für Geflüchtete mit fremden Menschen, ohne ausreichende Privatsphäre und mit wenig Spiel- und Bewegungsraum für die Kinder, ist für Familien besonders schwer. In diesen Verhältnissen ist die Beziehung der Kinder mit ihren Eltern und Geschwistern eine wichtige Ressource, die den Kindern Halt bietet. Für ihr Selbstverständnis und die Identitätsentwicklung ist das weitere (Familien-)Netzwerk zu Verwandten und Freund*innen bedeutsam. Die Kinder bringen vielfältige Identitäten und aktive Handlungsstrategien zum Ausdruck und sind nicht auf ihre Fluchterfahrungen und den „Flüchtlingsstatus“ zu reduzieren. Die Handlungsspielräume der Kinder und ihrer Familien im alltäglichen Handeln unterliegen dabei den restriktiven Bedingungen der Unterkunft. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus dem Projekt findet sich unter www.situationsansatz.de

Quellennachweise:

  • Alberth, Lars (2013): Body Techniques of Vulnerability. The Generational Order and the Body in Child Protection Services. In: Human Studies 36 (1), S. 67-88.
  • BAJ-Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz. Geflüchtete Kinder und Jugendliche. Dossier 1/2016, download 15.2.2017  https://www.bag-jugendschutz.de/PDF/Dossier-gefluechtete_Kinder.pdf.
  • Breidenstein, Georg/ Hirschauer, Stefan/ Kalthoff, Herbert/ Nieswand, Boris (2013): Ethnografie: die Praxis der Feldforschung.
  • DJI-Impulse (2014): Das Bulletin des Deutschen Jugendinstituts, 1/2014.
  • Meysen, Thomas/Beckmann, Janna/González Méndez de Vigo, Nerea (2016): Flüchtlingskinder und ihre Förderung  in Tageseinrichtungen und  Kindertagespflege, Rechtsexpertise im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts. Download 13.10.2017.
  • Senat Berlin (2016):Masterplan Integration und Sicherheit, https://www.google.de/search?client=safari&rls=en&q=Masterplan+Integration+und+Sicherheit&ie=UTF-8&oe=UTF-8&gfe_rd=cr&dcr=0&ei=iymEWoaGB7SE8Qe_2pzwCQ download 14.2. 2018.
  • UNICEF (2017): Kindheit im Wartezustand. Studie zur Situation von Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland.
  • Vitus, Kathrine /Lidén, Hilde (2010): The Status of the Asylum-seeking Child in Norway and Denmark: Comparing Discourses, Politics and Practices. In: Journal of Refugee Studies, Volume 23, Issue 1, 1 March 2010, Pages 62-81.
  • Wihstutz, Anne (2018 i.D.): Grundbegriff Kindheit- eine soziologische Perspektive. In: Rademacher, Sandra/Kleeberg-Niepage, Andrea (Hrsg) Handbuch Kindheits- und Jugendforschung in der Kritik. VS Verlag.

Anne Wihstutz, Dr. phil., ist Professorin für Soziologie an der Evangelischen Hochschule Berlin und hat den Forschungsschwerpunkt Kindheit. Sarah Fichtner, Dr. phil., ist Sozial- und Kulturanthropologin und arbeitet als freiberufliche Forscherin und Beraterin u. a. für das Institut für Innovation und Beratung (INIB). Hoa Mai Trần ist staatlich anerkannte Kindheitspädagogin / Bildungs- und Erziehungswissenschaftlerin und arbeitet als politische Bildungsreferentin u.a. für Akifra e.V., Institut für den Situationsansatz. Penelope Scott, Dr. phil., ist Sozialwissenschaftlerin und Gastwissenschaftlerin am Institut für Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München. Evelyn Schulz-Algie ist Sozial- und Kulturanthropologin, hat einen Master in Childhood Studies and Children's Rights und ist im Bereich Kinderrechte tätig. Thi Huyen Trang Le ist Kindheitswissenschaftlerin (B.A.) und arbeitet zu Kindheit und Humor, Flucht und Migration. Sie ist in diversen Projekten wie im Netzwerk Integration engagiert. Die Beiträge der Autorinnen erscheinen in dem Buch „Zum Alltag junger Kinder in Unterkünften für Geflüchtete“, herausgegeben von Anne Wihstutz im Barbara Budrich Verlag (voraussichtlich Herbst 2018).

Kontakt: Wihstutz(at)eh-berlin.de


zurück zur Übersicht