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Startseite | Migration, Flucht und GesundheitMaterialienDie Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Robert Koch Institut (Hg.)

Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2

Schlagwort(e):Forschung, Gesundheitsversorgung, Jugend, Kinder, Migration

KiGGS Welle 2 ermöglicht eine differenzierte Beschreibung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nach migrationsbezogenen und soziodemografischen Merkmalen.

Abstract:
Von den in Deutschland lebenden Minderjährigen haben über ein Drittel (36,5 %) einen Migrationshintergrund. Basierend auf den Daten der zweiten Folgeerhebung der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2, 2014–2017) wird die gesundheitliche Lage von 11- bis 17-Jährigen mit und ohne Migrationshintergrund anhand ausgewählter Indikatoren beschrieben. Da Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund eine in sich vielfältige Gruppe darstellen, werden die Gesundheitsindikatoren nicht nur nach dem Vorliegen eines Migrationshintergrundes, sondern auch nach weiteren migrationsbezogenen Merkmalen stratifiziert. Darüber hinaus erfolgt in den einzelnen Subgruppen eine Differenzierung der Ergebnisse nach soziodemografischen Merkmalen. Im Hinblick auf die Selbsteinschätzung des allgemeinen Gesundheitszustandes sowie der ambulanten Inanspruchnahme pädiatrischer und allgemeinmedizinischer Leistungen bestehen keine Unterschiede zwischen den 11- bis 17-Jährigen mit und ohne Migrationshintergrund. Demgegenüber zeigen sich migrationsbezogene Unterschiede im Gesundheitsverhalten. Während Kinder und Jugendliche mit ein- sowie beidseitigem Migrationshintergrund häufiger als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund von Übergewicht (einschließlich Adipositas) betroffen sind, konsumieren sie seltener Alkohol in riskanten Mengen. Zudem konnte gezeigt werden, dass die Outcomes der untersuchten Indikatoren nach migrationsbezogenen und soziodemografischen Merkmalen variieren.

Journal of Health Monitoring 2019 4(3)
DOI 10.25646/6070
Robert Koch-Institut, Berlin, Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring
ISSN 2511-2708
Autor*innen: Carmen Koschollek*, Susanne Bartig*, Alexander Rommel, Claudia Santos-Hövener, Thomas Lampert
* geteilte Erstautorenschaft

Download unter:
https://edoc.rki.de/handle/176904/6105


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