1. Sprung zur Servicenavigation
  2. Sprung zur Hauptnavigation
  3. Sprung zur Unternavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Startseite | Migration, Flucht und GesundheitMaterialienInterkulturellen Öffnung der psycho-sozialen Dienste

Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Amt für multikulturelle Angelegenheiten (Hg)

Interkulturellen Öffnung der psycho-sozialen Dienste

Eine Bestandsaufnahme für Frankfurt am Main

Schlagwort(e):15104, 20480, 23808, 28160

Sie geben Halt bei seelischen Krisen, bieten Unterkunft oder Erste-Hilfe-Versorgung: Psycho-soziale Dienste findet man in praktisch jedem Frankfurter Stadtteil. Inwiefern sie gerüstet sind für die Herausforderungen einer vielfältigen Stadtgesellschaft, hat eine Studie ermittelt, die das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) finanziert und herausgegeben hat. Befragt wurden über 60 Einrichtungen in freier Trägerschaft - die Liste der Träger reicht vom Caritasverband über die Aidshilfe Frankfurt bis zur Deutsch-Iranischen Beratungsstelle für Frauen und Mädchen. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.

Das Fazit: Mehr als die Hälfte der Einrichtungen treibt ihre interkulturelle Öffnung erfolgreich voran. Nachholbedarf besteht unter anderem beim Erstkontakt. Wenn es also darum geht, Menschen anzusprechen, die kaum oder kein Deutsch sprechen. Online bietet nicht mal jede fünfte Einrichtung Auskünfte in mindestens einer weiteren Sprache an. Broschüren liegen häufig nur auf Deutsch vor, und auch für Dolmetscher und Dolmetscherinnen fehlt vielerorts das Geld. Das alles führt dazu, dass sich Migranten und Migrantinnen in Notlagen erst gar nicht an die Einrichtungen wenden.

Kommt der Kontakt zustande, stehen Fachpersonal und Klienten sowie Klientinnen häufig vor Verständigungsproblemen - wenngleich die meisten Einrichtungen mindestens eine Person mit Migrationsgeschichte beschäftigen. Unter den Leitungskräften ist der Anteil laut Studie aber noch zu gering. Ebenfalls in den Blick nahmen die Autoren die psycho-soziale Versorgung von Geflüchteten. Rechtliche und sprachliche Barrieren erschweren demnach die Behandlung oder Beratung. Geflüchtete sollen schnell Deutsch lernen, dem steht aber oft eine mangelnde Perspektive auf gesellschaftliche Integration gegenüber.

Vergleiche zu anderen Großstädten ließen sich mangels vorhandener Untersuchungen nur grob ziehen, so die Wissenschaftlerinnen und ihre Kollegen. Insgesamt stellen sie den Frankfurter Einrichtungen für ihre vielfaltsgerechte Arbeit ein gutes Zeugnis aus - wenngleich es noch viel zu tun gebe, um alle Menschen gleichermaßen gut zu erreichen.

Die Studie steht als Download zur Verfügung:
https://www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de/...

Sie können sie auch kostenlos bestellen bei: publikation.amka(at)stadt-frankfurt.de.  

Kontakt:
Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Marguerite Reguigne
Sachgebiet Diversität, Chancengleichheit und Prävention
Mainzer Landstraße 293, 60326 Frankfurt am Main
Tel. (069) 212-38767, marguerite.reguigne(at)stadt-frankfurt.de


zurück zur Übersicht