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Startseite | Migration, Flucht und GesundheitMaterialienWissenschaftliche Erkenntnisse zu Strukturen der medizinischen Versorgung in den Aufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete

Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, AG Soziale Determinanten, Equity und Migration

Working Paper #1

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Strukturen der medizinischen Versorgung in den Aufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete

Vorläufige Ergebnisse der Studie RESPOND: Entwicklung und Evaluation kontextspezifischer Interventionen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Asylsuchenden

Schlagwort(e):Forschung, Geflüchtete, Gesundheitsversorgung

Universitätsklinikum Heidelberg Respond

Eine niederschwellige medizinische Versorgung von Asylsuchenden in den Aufnahmeeinrichtungen ist aufgrund mehrerer Barrieren im Zugang zur Regelversorgung notwendig. Die „ad hoc“ entstandenen Strukturen der Ambulanzen sind mangels bundesweiter Standards jedoch sehr unterschiedlich, und oft nicht an die gesundheitlichen Bedarfe der untergebrachten Geflüchteten angepasst. Um dies zu ermöglichen ist es erforderlich, den gesundheitlichen Bedarf der Bewohner regelmäßig und auf einer soliden Datengrundlage zu erfassen, zum Beispiel durch Gesundheitsmonitoring oder Statistiken aus elektronischen Dokumentationssystemen. Hierdurch können das Versorgungsangebot vor Ort, inklusive des Ärztespektrums, Einsatz von nichtärztlichem Personal, sowie Öffnungszeiten an die Bedarfe angepasst werden. Gleichzeitig werden auf Ebene der zuständigen Behörden klar strukturierte Abläufe benötigt, die für eine nachhaltige Verbesserung der Versorgungseffizienz sorgen. Dazu gehören ein regelmäßiger Austausch zwischen allen Akteuren, ein Finanzierungsmechanismus, der die die Gesundheitskosten gerecht verteilt, ein elektronisches Abrechnungssystem sowie klar definierte Arznei-und Hilfsmittellisten.

Im Jahr 2019 befinden sich die Akteure der Gesundheitsversorgung von Geflüchteten in Deutschland in einer besonderen Situation: die Anzahl neu registrierter Asylsuchenden geht zurück, und es kann nun aus den vergangenen vier Jahren Bilanz gezogen werden. Dabei sollte die Verstetigung von guter Praxis und erfolgreichen Strukturen im Zentrum stehen, damit die gesundheitliche Versorgung auch bei wieder zunehmenden Flüchtlingszahlen bedarfsgerecht, effizient und qualitativ hochwertig durchgeführt wird

Biddle L, Wahedi K, Jahn R, Straßner C, Kratochwill S, Bozorgmehr K. Working Paper #1: Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Strukturen der medizinischen Versorgung in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete. Heidelberg. 2019.

Die Studie steht online zur Verfügung:
https://respond-study.org

Kontakt:
Projektleitung Prof. Dr. med. Kayvan Bozorgmehr (MD, M.Sc.)
E-Mail: kayvan.bozorgmehr(at)med.uni-heidelberg.de
Wissenschaftliche Projektkoordination Louise Biddle (M.sc.)
E-Mail: louise.biddle(at)med.uni-heidelberg.de


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