1. Sprung zur Servicenavigation
  2. Sprung zur Hauptnavigation
  3. Sprung zur Unternavigation
  4. Sprung zum Inhalt
  5. Sprung zum Footer

Startseite | Migration, Flucht und GesundheitProjekte und IdeenFörGes 5: „Stärkung der Selbstmanagementkompetenzen türkeistämmiger Menschen bei der Pflege von Angehörigen mit Demenz“

Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, AG Epidemiologie & International Public Health und Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Gelsenkirchen/Bottrop

FörGes 5: „Stärkung der Selbstmanagementkompetenzen türkeistämmiger Menschen bei der Pflege von Angehörigen mit Demenz“

Schlagwort(e):Alter, Pflege, Selbsthilfe, Türkische Herkunft

Demenzerkrankte türkeistämmige Menschen und ihre pflegenden Angehörigen sind aufgrund ihrer Migrationserfahrung und ihrer oftmals belastenden Berufsbiografien potenziell vulnerabel. Die autonome Ausgestaltung des Lebens im Alter ist für diese Bevölkerungsgruppe von besonderer Bedeutung. Pflegebedürftige Menschen mit Migrationshintergrund werden meist zu Hause von ihren Angehörigen betreut. Selten nehmen sie ambulante Unterstützungsangebote oder Pflegedienste in Anspruch. Türkeistämmige Menschen, die Angehörige mit Demenz pflegen, sind psychisch oft stark belastet. Wenn die Krankheit voranschreitet, Symptome zunehmen und Anforderungen bei der Pflege und im Alltag mit dem/der Erkrankten steigen, können Gefühle der Hilflosigkeit entstehen. Gleichzeitig sind ihre Selbstmanagementkompetenzen wenig ausgeprägt. Selbsthilfe oder psychologische Betreuung wird von türkeistämmigen pflegenden Angehörige häufig abgelehnt. An dieser Stelle setzt „FörGes 5“ an.

„FörGes 5“ ist ein gemeinsames Projekt der Universität Bielefeld und der Fachdienste Integration - Zuwanderung - Flüchtlinge der Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Gelsenkirchen/Bottrop. Es wird von Prof. Dr. Oliver Razum, Prof. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin und Admir Bulic geleitet. Das Projekt wird durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert und ist Teil des Verbunds „FörGes“ (https://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag6/projekte/foerges5.html). Ziel des Projekts ist die Förderung des Selbstmanagements von türkeistämmigen pflegenden Angehörigen demenzerkrankter Menschen durch eine bedürfnisorientierte Intervention. Die Intervention wird aufsuchend, nutzerorientiert und niedrigschwellig ausgerichtet. Sie setzt besonders auf muttersprachliche Information zur Förderung der Health Literacy, des Empowerments und der Selbstmanagementkompetenzen. Die Intervention zielt darauf ab, pflegende Angehörige körperlich und psychisch zu entlasten und sie in ihrer Rolle, ihrer Handlungskapazität und ihren Ressourcen zu stärken.

Das Projekt hat im April 2018 begonnen und umfasst während der Laufzeit bis März 2021 folgende Schritte: Entwicklung des Interventionskonzeptes zur Selbstmanagementförderung für türkeistämmige pflegende Angehörige demenzerkrankter Personen, Erprobung des Interventionskonzeptes im Raum Gelsenkirchen/Bottrop, Aufbereitung und Verbreitung der Ergebnisse in Vorträgen, Publikationen und einem gemeinsamen Projektband des Verbunds „FörGes“.

Kontakt
Dr. Yüce Yilmaz-Aslan , Tugba Aksakal
AG Epidemiologie & International Public Health, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld Postfach 10 01 31, 33501 Bielefeld,
Büro: 0521/106-3885
yuece.yilmaz-aslan(at)uni-bielefeld.de; t.aksakal(at)uni-bielefeld.de

Admir Bulic, Arzu Hochfeld-Yildiz
Fachdienste Integration- Zuwanderung - Flüchtlinge,
Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Gelsenkirchen / Bottrop, Grenzstraße 47, 45881 Gelsenkirchen
Büro: 0209/40 94-205
admir.bulic(at)awo-gelsenkirchen.de; arzu.hochfeld-yildiz(at)awo-gelsenkirchen.de


zurück zur Übersicht